Knokblog
Dienstag, 4. Januar 2005
Plusminus Hundert

Das ist erschreckend!
Moritz kauft sich im Supermarkt 2kg Orangen, misstraut aber der Gewichtsangabe, dräut Betrug und wiegt die Orangen auf einer Feinwage ab.

Dann zuckt ein Blitz am Horizont und die Waage zeigt an - auf zwei Stellen hinter dem Komma genau:

2,00 kg (edit: auf drei Kommastellen: 2000 g!!!)

Zweifel, schreckliche Zweifel ob der Natürlichkeit der, wenn nicht ALLER Orangen machen sich breit.

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Sonntag, 2. Januar 2005
Blubb die Kuh!

Dass da die Insulinspritze den ganzen Abend im kleinen Körbchen auf dem kleinen Tischchen im kleinen Zimmerchen der Gastgeberin/4 (groß) lag, machte mich schon den ganzen Abend nervös. Es war von vornherein klar, dass sie eine Rolle spielen würde. Aber welche?

Sechs Stunden später dann, gegen viertel nach sechs morgens, legte Philipp die Spritze an meine Armbeuge. Ein Unbekannter schnürte den Arm mit einem Antennenkabel ab und Philipp stach zu, entnahm einige Milliliter Blut und überreichte mir die Spritze.

Sie war die Glücksfee - ich Zusatzzahl.

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Freitag, 31. Dezember 2004
Brot statt Böller

Knatterbumm machen die Raketen. Bei mir schon lange nicht mehr. Blödes Knallgekrame. Und das, wo ich früher doch so ein Pyromane war. Aber dann scheiterte der Versuch, Wien zu entzünden und alles war aus. Das Feuer sogar.

Gleich Käsefondue, oh Du so lange verschmähter Genuss mit Tollkäse aus der Schwiez.
Und dann auf eine Party fremder Leute, die einen Dresscode ausgaben. Aber Dress hab ich hier zuhause nicht. Hm.

Und dann verschweige ich ja, dass ich doch jetzt eigentlich frei sein sollte und unblockiert und dabei doch nicht weiter bin. Naja, zumindest gut gelaunt.

Man, kryptischer Scheiß, heute mal wieder.

Knoksop
Dirk: "Was sind deine Vorsätze fürs neue Jahr?"
Manuela: "Das sage ich Dir kurz bevor ich schieße."
Dirk: "Silvesterrakete?"
Manuela: "Pistole."

Und hätte ich jezt Photoshop in Reichweite stünde hier ein Laib Brot mit Zündschnur und drunter Brot statt Böller.

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Sonntag, 26. Dezember 2004
Geschichten aus dem Krieg.

Und dann erzählt die Oma, wie ihr im Zweiten Weltkrieg in ihrer militärischen Stelle von Kollegen plötzlich Zettelchen zugesteckt worden sind, die KZ-Insassen nach Außen schmuggeln haben können.
Und dann erzählt die Oma, wie Freunde von ihr in der Nähe eines KZ wohnten und verbrannte Menschen rochen.
Und dann erzählte die Oma, wie Leute, die sie kannte, auf einem Berg wohnten und in das KZ schauen konnten.
Und dann erzählt die Oma, wie es niemand glauben konnte, aber musste und wie viele es nicht glauben wollten.

Und dann erzählte sie, dass es jeder wusste und sich niemand aus der Affäre ziehen kann, er habe es nicht wissen können.

Es wusste jeder.

Und dann die Diskussion im Diskus, von der Moritz so beeindruckt ist, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt, mit der deutschen Vergangenheit umzugehen. Entweder sind alle Menschen nach dem Krieg zu komplett neuen Menschen geworden. Oder es sind alle Menschen nach dem Krieg eigentlich die gleichen Menschen geblieben.
Und egal, wie man es hält: Es ist nicht gut!

Und immer und immer wieder: wer das sagt, dass unsere Geschichte vergessen werden muss, dass wir in die Zukunft blicken müssen, dass wir uns doch nach vorne und nicht nach hinten bewegen. Wer das sagt, versteht die grundsätzliche Gleichzeitigkeit von Geschichte nicht. Wir sind, wer wir heute sind, aus der ewigen Präsenz der Vergangenheit heraus.
Wir sind die Vergangenheit, wie also auch die Vergangenheit wir ist.

Und außerdem ist es doch irrsinnig, dass wir uns an Goethe, Beethoven, Einstein ergötzen und dabei Hitler vergessen können. Veragngenheit gibt es nur im Komplettpaket.

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Freitag, 24. Dezember 2004
Bekindlichkeiten

P. wird heiraten.

Puha!

Und dabei war es so abzusehen. Er begründet es auch mit seinem starken Glauben - er ist Christ.
Sowieso eine seltsame Sache. Andere Menschen kann ich komplett nicht ernstnehmen, weil sie in einem Detail nicht ernstnehmbar sind. Und P. nehme ich sehr ernst, er ist einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben - und selbst sein Glaube ändert daran nichts.

Sowieso eine seltsame Sache. Glauben.
Ich hatte in früher Jugend eine kurze und sehr knackige Charismatische-Sekte-Phase. Und meine eigene Erleuchtung/Aufklärung lief so:

Wieder war ich in so einem Zeltlager der bewegten Christen mit Morgens, Mittags, Abends beten und dazwischen tolle gruppendynamische Dinge tun. Perfekte Welt - wirklich! Alle nett, alle Freund, das Paradies. Und dann klaute mir jemand aus dem Lager meinen Geldbeutel. Peng! Da war es aus. Wenigstens verlor ich ob der ganzen Erkenntnis alle Kontrolle über mich - ich fand mich plötzlich mit blitzendem Überlebensmesser und triefenden Lefzen über dem Hauptverdächtigen knien. Und dann folgte der Erkenntnisprozess, dem ich noch heute so viel zu verdanken habe.

Außerdem entdeckte ich in diesem Sommer - was ein Zufall!? - Selbstbefriedigung und die damit einhergehende, völlig nicht mit dem Glauben übereinbringbare Erkenntnis meiner eigenen (durchaus starken) Sexualität.

Das war ein großer Sommer. Verliebt war ich damals wahrscheinlich nicht.

Sowieso eine seltsame Sache. Die Liebe. Das ist aber eine andere Geschichte...

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Mittwoch, 22. Dezember 2004
Mutphy

Danke, lieber Newsletter.
Diese bittere Bildergeschichte ist zu unschön um wahr zu sein. Also doch wahr.
Äh, Knoke verheddert sich in Semantik. Semanthik. Shema -.

Bah!

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Toller

"Das abgestürzte Plugin hat Gimp vielleicht ein wenig durcheinandergebracht. Sie starten am besten Gimp neu..."

So muss Benutzerführung aussehen. Nett und verzeihend und nicht end- und allgültig.

Gimp, das kostenlose Grafikprogramm gibt es übrigens hier.

Und natürlich fühle ich mich schlecht, weil ich keine der zehn besten Movie-Urban Legends kenne.

Dafür aber einen tollen Witz. Zum Glück ist er mir entfallen.

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Montag, 20. Dezember 2004
Morgen ist auch nur ein Tag wie gestern

First we take Hamburg dann Berlin dann den Bodensee. Wunderbare Tage und zweifelhafte Gedanken ob der vielleicht doch tatsächlichen, maximal möglichen Tollheit der Hauptstadt.

Überhaupt so ein Scheißwort, Hauptstadt. Nationalistenkacke.

Echt wahr, jetzt!

Und dann übliche Abstürze mit dem wiedergetroffenen M. und lange Erholung mit der wiedergetroffenen N.

Was soll ich im Moment sagen - gerade von einer langen Reise zurückgekehrt und keine Energie mehr. Soll es ja auch geben.

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Donnerstag, 16. Dezember 2004
Nachrichten

Oho! Moritz entdeckt auf meinem Desktop subliminale Nachrichten. Zum Glück schnell einen Screenshot gemacht:





Und morgen Abend geht es nach Berlin für ein paar Tage und dann an den Bodensee. Große Zeiten, ich sehe es schon wieder kommen.

Und dann diese netten Worte von Philipp:
freu mich auf jeden fall, die von deinem schoenen geist beseelten molekuelberge sensorisch zu verarbeiten

Irgendwann sollte ich dann auch noch den Kannibalensong a la "Dein Teil" fertigstellen:

Du magst das Fleisch Dir schneiden
In Scheiben auf den Teller
Du magst mich einverleiben
Ratzeputz mit Haut und Haar

Messerwut, die Haut ist zäh
Du bist mein Todesengel - und Gourmet
Gabeln treffen tiefe Venen
Blutergüsse dunkelblau

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Dienstag, 14. Dezember 2004
Verbrechen Liebe?

Und dann die Idee mit Moritz für eine neue Vorabendserie:

Verbrechen Liebe
Der zu Recht, aber nicht übertrieben zu Recht, in den Knast gesperrte und jetzt entlassene junge Kerl (man denke an Robert Stadlober oder Konsorten) bekommt eine Bewährungshelferin (man denke an Jessica Schwarz oder Konsorten) zur Seite gestellt. Es ist klar: sie lieben sich, müssen sich lieben. Aber sie dürfen natürlich nicht. Und so kommt es, wie es immer kommen muss - die eherne Blog-Regel - Robert buhlt um Jessica mit Gaunereien, die Jessica ständig auf Trab halten aber Robert möglichst nicht ins Gefängnis bringen sollten. Dafür (USKEWEKM - eherne Blogregel!) schläft sie mit all seinen Freunden, um so - einer --- da fällt mir ein: Uzumaki.

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