Knokblog
Montag, 8. November 2004
Zwischen den Zeilen steht nichts

Im neuen Galore steht, trotz Ankündigung nix von Sven Regener.

Und in meinem Blog steht auch trotz, naja, da war ja keine, aber trotzdem, im Prinzip ist, ach äh, wo war ich stehen geblieben?

Jetzt hab ich jedenfalls keine Zeit aber Besuch. Und was ist bitte besser – Zeit oder Besuch? Ha? Ha!

Toller Dialog in der Bahn vor langer Zeit:

Oma: "Die Autorin von Harry Potter ist mit ihren Büchern so reich geworden."
Kind 1: "Die hat 3000 Bücher verkauft!"
Kind 2: "Und die ist nach der Queen die reichste Frau in England!"
Kind 3: "Und was für ein Buch hat die Queen geschrieben?"

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Mittwoch, 3. November 2004
Sie denkt 's sich nicht, sie tut es nur.

Lems Eden ist zwar kein geistiger Überflug, wie man das in seinen anderen Büchern erlebt, dafür wird auch hier die wunderbare Auswegslosigkeit gezeigt, die Unmöglichkeit, etwas so fremdes, wie etwas nur fremd sein kann, etwas so fremdes wie Außerirdische zu verstehen. Hat Solaris ja auf einer anderen Ebene auch gemacht, aber Eden bietet zudem Gewalt- und Moralaspekte, dies bei Solaris nicht gibt.

Außerdem, nachdem Mareike so begeistert von der Empfehlung war, hier auch noch mal die strenge Leseanweisung: Parasitus Rex - und alles ist anders…

Und ich find ja die William Shatner-Platte echt gut. Völlig ironiefrei (if). Allein das turbulente "I can't get behind that" mit Henry Rollins oder das ewigtolle "Common People" als Pulp-Cover. Toll.

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Mareikes Idee des Meinungsmagneten, den manche Menschen im Schädel haben, der nur dazu dient, eine Meinung zu erkennen und sich wegzudrehen und die Gegenmeinung zu präsentieren. Immer, egal, was!

Der unverständige Roman
… zähflüssige Thekenversager, die mich anschauten. Hätten sie wissen müssen, konnten sie aber nicht. Ich nahm das Trinkgeld und verschüttete etwas Korn. Das alte Spiel …

Knoksop
Dirk: "Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht."
Manuela: "Und was ist die gute?"

Der letzte Gedanke
Es ist die alte Frage: wie viele Menschen dürfen sterben, damit ich überlebe? Wie viele Menschen darf ich töten, um mich zu retten? Keine oder beliebig viele?

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Sonntag, 31. Oktober 2004
Der Marx hegelt sich selbst

Erst Death Race 2000 mit Sylvester Stallone in einer seiner ersten Rollen und David Carradine im schwarzen Darth-Vader-Taucheranzug, dann Penetration Angst, Fick mich und Du bist tot mit nix. Beide grottenschlecht, Death Race 2000 hatte wenigstens noch ein paar richtig gute Lacher. Das nächste Mal ist Pumaman dran.

Nebenbei noch große Spannung, wie I flew for the Fuhrer von Heinz Knoke ist. Dem unbekannten Verwandten, der unleugbare Ähnlichkeiten mit, ähm, jemandem hat. Angeblich. Sagte man mir. Ähm.



no need for comfort
no need for light
i am hunting for secrets tonight
Eat the sorrow lick the spark
u h oh my blood beats dark

Dafür aber die wunderbare Entdeckung dank Gerlinde: Patrick Wolf. Superduprige Musik. Schüttelte mich ordentlich durch, gestern und heute und wohl auch übermorgen und nächste Woche und noch viel, viel länger!

Ach ja, länger… Mini Cooper Designer baut aus Mini-Teilen einen gigantischen Roboter. Ich erzitterte vor Neid! Wenn das mal kein Fake ist (alt ist es leider schon auf jeden Fall... :)

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Einen Inversionsnihilator zur Rückgängigmachung von Verkehr

Der unverständige Roman
… die Ewigkeit ist auch nur eine Aneinanderreihung von Beliebigkeiten ohne Zusammenhang und Ziel. Und sie kennt zwei Richtungen: ins Große und ins Kleine

Knoksop
Dirk: "Frauen an den Herd, mehr sind sie auch nicht wert. Und wer sich wehrt, kommt in den Herd!"
Manuela: "Einer von uns beiden muss sofort sterben, Dirk. Sofort!"
Dirk: "Ahne ich eine Tendenz, wer das sein wird?"
Manuela: "Ja."

Der letzte Gedanke
Ist die Frage, was nach dem Leben kommt nicht mindestens ebenso wichtig, wie das, was nach dem Leben kommt? Und gehen Reinkarnationsdenker eigentlich von Linearität oder der Gleichzeitigkeit dieses Vorganges aus?

Ach ja - Der Marx hegelt sich selbst verdanke ich Myron

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Freitag, 29. Oktober 2004
Von Kindesbeinen an dem Unglück anheim gefallen

Brutto waren wir drei Jahre zusammen, sagte Carsten und trank sein Bier fertig.

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Ein Vorlesungsverzeichnis für Geistes- und Gespensterwissenschaften

Der unverständige Roman
… Rosenduft. Das Benzin war leider schon alle. Kauft heute eh niemand mehr. Heute, wo Pflaumenwein weniger wert ist als Zitronengras. Anachronistische, fernverwehte Bastarde …

KnoksopDirk: "Glaubt ihr an Satan?"
Frank: "Gott müsste sich doch ziemlich erniedrigt durch so was Niederes wie Satan fühlen, vollendet, wie er ist!"
Dirk: "Jetzt weißt Du mal,…"
Manuela: "… wie es mir geht. Dirk, ich hasse Dich auch!"
Frank: "Theodizee – die Antwort und Frage liegt bei Dirk und Manuela, ich weiß es…"

Der letzte Gedanke
In der unerträglichen Leichtigkeit des Seins steht, dass sich in der aufrichtigen, unfordernden Liebe eines Menschen zu einem Tier die wahre Menschlichkeit offenbart. Aber ist das nicht selbst so ein kitschiger Gedanke, den er selbst verabscheut?

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Montag, 25. Oktober 2004
Drüben ist das Gras nicht grüner, nur weiter weg

Heute in der Uni gelernt, dass 1 durch 4 gleich 1/4 ist. Aber nicht, warum! Ich scherze nicht.

10 Print

Dann die kesse Behauptung von mir, dass Geschichte keine Abfolge, sondern eine Gleichzeitigkeit ist und Moritz kramte Aufschriebe aus seiner Mathe-Vorlesung hervor, in der es hieß, dass die Zukunft, unter der Bedingung, dass die Gegenwart bekannt ist, nicht von der Vergangenheit abhängt. Wunderschön! Nur die Gegenwart bestimmt die Zukunft, die Vergangenheit ist vollkommen egal, wenn man alle Zustände der Gegenwart hat.

Das kann man sich gerne noch einmal durchlesen.

20 Goto 10

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Ein Buch, das nur aus zwischen den Zeilen besteht, also blank ist und also alles Wissen der Welt in sich vereint. Ein Aleph also

Der unverständige Roman
… senkte sich sein schwerer Atem auf ihre Brüste um dort Lust zu finden, wo sonst nur schwer ein irden Kreuz hing …

Knoksop
Dirk: "Gott ist tot!"
Frank: "Stimmt nicht!"
Dirk: "Stimmt vielleicht!"
Frank: "Kann nicht stimmen!"
Manuela: "Ich tausche einen Gott gegen zwei Mitbewohner, ok?"

Der letzte Gedanke
Ist Schönheit der Verzicht auf das Besitzen von etwas bestimmten oder das Wissen um den Verzicht auf das Besitzen von etwas bestimmtem? Oder anders: liegt die Schönheit einer Sache zugrunde oder liegt die Sache der Schönheit zugrunde?

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Sonntag, 24. Oktober 2004

Auf dem Weg zur Party das T-Shirt verloren, auf der Party an Ansehen verloren und nach der Party das Bewusstsein verloren.
Das war ein guter Tag.

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Das Lexikon der falsch verstandenen Liedtexte

Der unverständige Roman
... die gurrende Wurzelbrut. Wieder den Holzen, wieder den Fragsen. Bruzelwurt, Wurtelrbuz ...

Knoksop
Frank: "Ich möchte ja nicht unhöflich sein, aber..."
Dirk: "Vergiss es!"
Frank: "Aber ich hab doch noch gar nichts gesagt."
Dirk: "Und das ist auch gut so!"

Der letzte Gedanke
Ist der Selbstmord ein Akt der Freiheit oder des Zwanges? Die einen sagen: klar, die absolute Freiheit, Autonomie über sich selbst. Die anderen: klar, der brutale Zwang, hervorgerufen durch Krankheiten des Geistes oder die Umstände. Rührt daher auch die Romantisierung, einerseits und die Tabuisierung andererseits dieses Themas?

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Freitag, 22. Oktober 2004
Nach der Nacht ist der Morgen spät

Wie war der Gedanke vorhin nochmal?
Hier aber aus Faulheit einfach die Willkommensrede an einen Freund:


Lieber Robert. Im Leben eines Menschen gibt es nur ein wirklich wichtiges Erlebnis. Das andere ist, Host bei xxx zu werden. Lieber Robert, das bist Du nun: ein Host! Und weißt Du auch, was das bedeutet? Natürlich, deswegen muss ich Dir das gar nicht erst sagen. Eines dann aber doch, nämlich das. Ein Hohelied auf das Hostsein, den eigenen Hostbereich und das Hosttum an sich. Robert, das ist ein Hohelied auf Dich. Oder besser: ein Hohehaiku.

Wie Noten im Netz
Verfangen sich Buchstaben
Ein Host, Robert ist!

Und, lieber Robert, das ist nur der Anfang. Und das Ende kommt dicke, wie wir Norddeutschen das sagen. Denn selig war die Zeit des befreiten Schreibens, Hosttum ist Sklaventum. Und Hosttum ist nun auch Dein Tun. Hosttun, also. Aber Host tut man nicht nur, Host ist man. Hostsein; Vorbild sein, Abbild sein der Welt im Spiegel der lesenden Augen, Taktstock in der Hand der Musiker, Dirigent im Eifer des Wortgefechts. Hosttun ist große Worte tun.

Und wenig Geld dafür zu bekommen. Wenn überhaupt. Denn wer Großes tut, braucht nicht Großes zu wollen. Hosttum ist Hosttun der Sache wegen, der großen: der geballten Informationierung.

Aber merke auf! Information ist das Gegenteil von Vorhersehbarkeit. Je mehr ich Dir Hosttum beschreibe, desto weniger Gehalt hat also mein Schreiben. Womit wir also wieder beim Geld wären.

Hosttum ist der einzige Weg, mit viel Information wenig Gehalt zu bekommen.

Lieber Robert, wir haben keine Chance, also nutze Sie.

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Die verkaterten Stiefel meines Randalesandalen

Der unverständige Roman
… schon wieder Sliwowitz, stöhnte Rauke, schon wieder Bier. Aber der Schaffner wollte davon nichts wissen und fragte begierig nach der Karte. Sliwowitz, verdammtes Dreckszeug …

Knoksop
Manuela: "Wärst Du manchmal gerne eine Frau?"
Frank: "Klar, wer wäre das nicht gerne?"
Manuela: "Ich.

Der letzte Gedanke
Ah, da ist er mir wieder gekommen, der Gedanke: denn ist nicht der Moment, in dem ich etwas an mir erkenne ein Moment, in dem ich mich verändere? Der Moment des Erkennens ein Moment der Veränderung – Erkennen führt zu Verändern ist Entwicklung. Endlich ein Argument für Reflexivität!

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Mittwoch, 20. Oktober 2004
Muss ich? Ja und Nein, wenn Du willst.

Noch hab ich das Rätsel dieses Bildes nicht entschlüsselt, das ein Glas voller M&Ms neben einer Bohnensuppendose abbildet. Dafür ist das hier sehr schön: Kinder zeichnen Organe. Beides vom Reality Carneval.

Nur abschließend, wenn ich schon mit Links um mich schmeiße, weil mir sonst heute wenig durch den Kopf gegangen ist: Warum wurde eigentlich New York Girl von Alien Zoo kein Sommerhit?

10t0h31m12sec – dann geht die Welt unter.Huar!

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Das große Buch der Phallomancy und ein kleines mit schlechten Wortwitzchen.

Der unverständige Roman
… nichts mehr. Nie! Nie! Nie und nimmer nie!" sagte er und ging einsam seines Weges, sein Ego und seine Vergangenheit hinter sich lassend. Vor ihm lagen immer noch die Trümmer …

Knoksop
Dirk: "Wurst ist besser als Unwurst und Wald ist besser als Urwald."
Manuela: "Du bist ja so weise, Dirk, dass ich mich so bereit für dich fühle!"
Dirk: "Endlich."
Manuela: "Und Unwahrheit ist besser als Wahrheit."
Dirk: "(Un)Wahrscheinlich."

Der letzte Gedanke
Entscheidungen werden an Grenzen getroffen, hieß es in der ersten VWL-Vorlesung. Und oft werden Grenzen von Entscheidungen getroffen. Aber ist diese Wortdreherei, die ich ja so oft verwende, nicht in Wirklichkeit nur ein wirklich billiges Mittel, das nur ob der seltenen Verwendetheit (har) exotisch wirkt oder exotisiert es einfach nur die Wirkung?

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Und Nosferatu sprach: Sprecht!

Ein Proseminar mit dem Schrecken versprechenden Titel: " Kommunikation im Netz - über das Befahren von Datenautobahnen" bot in der ersten Stunde genau das: veraltete Allgemeinplätze mit – wahrscheinlich – wenig Sachverstand. Dabei übergut besucht und verspielt aufgezogen. Weia! Aber da muss ich durch.
Ach ja, sehr schön auch, mal wieder dank Emptyfree.com diese beiden Morricone-Cover: Titoli und For a few dollars more. Und was ist, oh mein Gott, Sputnikworld.com?
Hach.

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Des Wurmes Darmfortsatz

Der unverständige Roman
... floss wie der traurige Strom der Vergessenen in den Gulli. Wolf warf die Kippe hinterher. Gerne hätte er auch sich selbst den Sturmfluten des Sommerregens ergeben, aber das Handy läutete …

Knoksop
Manuela: "Ich habe meine Tage, mir geht es schlecht."
Frank: "Du weißt, dass die Periode nur ein gesellschaftliches Konstrukt ist?"
Manuela: "Ich kenne Dirk, mir ist es schlecht."
Frank: "Du weißt leider auch, dass Dirk kein gesellschaftliches Konstrukt ist."

Der letzte Gedanke
Wenn es eine Unendlichkeit in der Tiefe und eine Unendlichkeit in der Nähe und eine Unendlichkeit des Punktes gibt, warum vergehen dann die Tage so verflucht schnell?

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Montag, 18. Oktober 2004
Licht! Mehr Licht!

T=N(0), Z düstere Zeit

Las ich gerade in Moritz Stochastischer Firlefanzvorlesungskram.

Es ist an der Zeit, es ist längst an der Zeit, Felix!

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