Knokblog
Sonntag, 17. Oktober 2004
Wir, das sind die anderen.

Ja, wenn das mal keine Party war. Und morgens um halb fünf noch der armen Frau mit Schluckauf helfen wollen und dabei unbeabsichtigt sie gar nicht, dafür einige Fahrgäste und - besonders hervorzuheben - wohl den Busfahrer erschreckt, was nachträglich nicht unbedingt also "so toll" gilt, bei mir.

Und dann Michael aus Marburg und jetzt aus Bremen, der völlig unvermutet die Wiener monochrom kennt und bei sich zuhause wohl folgendes Plakat hängen hat, das sogar Leni kennt und deswegen monochrom gut findet, wobei ihre Schwester nur "Wir sind Parallelprozesse" singen kann, weil ich das so oft tue. Aus UDO77, versteht sich, dem Un-Musical der monochroms, aber das erwähnte ich ja schon.

... Link


Freitag, 15. Oktober 2004
Eure Antworten sind unsere Fragen.

Der Job könnte da sein, die Uni ist es auch. Zeitgleicher Start nächste Woche. Dafür war ich gestern dumm, weil betrunken. Die junge Journalistik-Studentin mit nervigen Fragen gelöchert, dann die Kontrolle verloren und sie angepöbelt – im Dienste der Neugier, wie ich nicht müde wurde, zu betonen. Ich schaffte den Absprung, bevor sie ihn schaffte. Das war nicht gut. Aber man lernt nur einmal.

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Die Haushaltsblackbox. Man stellt einen Teller rein, der danach sauber, mit Essen gefüllt oder mit abstrakter Malerei bemalt ist

Der unverständige Roman
… niemals wieder, sagte er sich. Doch Nancy blickte längst durch die Durchreiche und kam mit dem Kalbsbraten zurück. Er legte das Messer beiseite und griff nach der Gabel. Niemals wieder, vergaß er …

Knoksop
Frank: "Würdest Du eher einem Einbeinigen oder einem Zweibeinigen ein Bein abhacken?"
Dirk: "Ist das eine Fangfrage?"
Frank: "Natürlich!"
Dirk: "Heißt einer von beiden Manuela?"

Der letzte Gedanke
Kann man eine andere Person besser kennen als sich selbst? Und wenn ja, ist dann die Suche nach Erkenntnis in einer anderen Person, die Suche nach Erkenntnis in sich selbst?

... Link


Dienstag, 12. Oktober 2004
Die Verkehrtheit der Richtungen

Moritz und Felix auf Zuruf:
Die Gitter in unseren Köpfen sind die Freiheit der Andersdenkenden.

Und außerdem, neben all der Plackerei, der ständigen, fange ich doch vielleicht glatt etwas Regelmäßiges, Ständiges an. Die Freude ist groß, auch über die Ankunft der Schwester des Mitbewohners, mit der es sich ganz vorzüglich plaudern lässt.

Und dann frage ich mich ja ständig, warum ich auf meinem Handy eine Sprachnotiz herumlungern habe, die da nur sagt: "Mad Capsule Market". Schwer verständlich und vor lautem Discolärm. Muss in Wien gewesen sein. Aber WARUM? Die Band MCM kommt mir jetzt spontan nicht sehr toll vor und ein Buch mit dem Titel (oder: Red Capsule Market) gibt es auch nicht. Verwirrend, das alles. Dafür will ich noch auf Ratatat hinweisen, die völlig übersehenen großen. Mixtapes anhören und ihr erstes Album. Indie-Electro-Disco-Hiphop. Schönst!

Ach ja, neue Rubrik – statt Gartenfreunde: Der unverständige Roman. Fragmente der sagenhaft vom Lektor abgelehnten Romane, die das nie sein durften. Das aber verdient!

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Den lustigeMütterrunde-Spruch nach einem Nieser: Tatü Tata, Rotzalarm

Der unverständige Roman
Das Leuchten der Seesterne
… sprach Marc und lies das Messer fallen, sich auf den Fuß, dem Volk zum Verzehr. Sich, er, der er Schokolade war, wo andere nur Mäuler waren. Überall. ..

Knoksop
Dirk: "Spielt mit mir jemand Stein, Schere, Papier?"
Manuela: "Ich spiel mit Dir: Betonklotz, Bein, Meer."
Dirk: "Deine Witze laufen aber auch immer nach dem gleichen Schema ab, Manuela!"
Manuela: "Dafür hab ich immer das letzte Wort."
Dirk: "Denkst du…"

Der letzte Gedanke
Sind Zahlen nun eine Sache oder ein Gedanke? Und sind Gedanken Sachen? Und überhaupt: ist die Welt ein Verb oder ein Substantiv.
Mir geht diese Zen-Meditation einfach nicht aus dem Kopf.

... Link


Sonntag, 10. Oktober 2004
The beauty of cognitive dissonance

Die Neoistischen Festwochen fanden 1997 in Wien statt. Wie gut, dass das Internet einfach so alles speichert. "Stoppt die Avantgarde" zum Beispiel, oder auch der peinliche "Party Naked"-Versuch, ach so extravagante Partys zu feiern. Jan, Moritz – wir können das besser, ganz ohne Plan (und Limburger-Käse-Verkleidung). Aber noch: Neoismus.org.

Desweiteren fand Ende September das Monochroms aus Wien, deren niedliches Büro ich in fragwürdigem Zustand mit Hans und Robert (heimge)besucht habe.

Geschlossene Kreise, wo keine Kreise sind. Und der kleine Stolz, nach langer Chili-Abstinenz schon wieder bei vier kleinen scharfen Chilis pro Mahlzeit angekommen zu sein. Und die Bestellung "Habanero Orange" läuft. Die wirklich schärfste Chilisorte der Welt. Demnächst auf meinem Fenstersims, der nach wie vor von Badloop erschüttert wird. Tolle, kostenlose Musik!

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Philipp Ws Beichte-Zettel mit der tollen Zeile: "… ich einmal eine Mark und mehrmals hundert Pfennig aus der Haushaltskasse gestohlen habe …".

Ach ja, hier so ein Kleinkünstler, auf dessen Spießigkeit die Neoisten scheißen…

Gartenfreunde
Gestern oder Übermorgen
Cosima, die kleine Prinzessin von Jan, hat heute nicht Geburtstag. Jan verzweifelt, seine verzogene Tochter stellt ihm ein Rätsel. Hat sie gestern oder übermorgen Geburtstag? Moritz kommt zur Hilfe und gemeinsam schmieden sie einen Plan. Felix, der von all dem nichts weiß, tappt in die von langer Hand geplante Falle Cosimae.

Knoksop
Manuela: "Wer spült heute ab?!"
Frank: "Dirk, Dirk, Dirk!!! Nur Dirk!"
Dirk: "Du spielst mit dem Feuer, Frank!"
Manuela: "Ich glaube, das Feuer sollte mal eher ein wenig mit Dir spielen, Dirk!

Der letzte Gedanke
Wenn Freiheit immer die Freiheit des anderen ist, ist dann nicht die Freiheit des anderen immer die eigene Ent-freiheit-lichung? Ist eine Freiheit, die der inneren Freiheit, nicht der "Freiheit des anderen" entspringt, nicht die bessere? Ist dieser Spruch nicht einfach spießig schon im Kern und noch viel spießiger in der Auslegung?

... Link


Samstag, 9. Oktober 2004
Never

Doom ist 2D wie Maze, die Drogen sind knapp in Hamburg, sagte man neben mir und bei mir sind Dinge auch knapp. Und plötzlich gehen einige Handynummern nicht mehr. Ob das am großen Handycrash von 2004 liegt?

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Lustkekse

Gartenfreunde
Lustkekse
Felix wacht mit Lustkeksen in seinem Bauchnabel auf. Neben ihm sitzt Kim, Moritz Frau aus Vietnam und betet eifrig zu einem ihm unbekannten Gott. Alles nur ein Traum, oder hat Jan seinen Plan zur Weltherrschaft umgesetzt?

Knoksop
Manuela: "Niemand schlägt Gott."
Frank: "Aber Gott schlägt sie alle."
Dirk: "Außer mich. "
Manuela: "Obwohl Du es wirklich nötig hättest."

Der letzte Gedanke
In wie vielen Ebenen kann man denken. Ich zähle innerlich "laut" bis zehn und denke dabei über das Zählen nach und scheine dabei über das nachdenken über das nachdenken über das Zählen nach. Und da ich diesen inneren tri-monolog abspeichern konnte, heißt das, dass da noch eine vierte Instanz beteiligt war?

... Link


Freitag, 8. Oktober 2004
Oben ist für manche nicht oben

She said tonight is the night
It's a night to remember

Dazwischen viel zu viel Sims 2 und Fable gespielt, zwei Artikel geschrieben, Gäste eingeladen und endlich die Lösung für ein lange ungelöstes Gedankchen:

Warum fühlt es sich falsch an, wenn für Zielgruppen unterschiedlich Werbung gemacht wird, wie das beispielsweise im Stadtteilabhängigen Wahlkampf der Fall ist?

Antwort: weil das eine Ungleichheit als Hebel zum Erfolg benutzt und das einfach moralisch fragwürdig ist.

Hat mich lange gebraucht, diese Lösung. Aber jetzt kann ich endlich weiterdenken.

Hab ich eigentlich schon von "Southern Belles of London Singing" von "The Faint" geschwärmt? Ich glaube schon. Aber gestern war ja auch "The Magnetic Fields"-Konzert, das herrliche. Und leider waren die Herren und Damen zu müde zum weggehen in die Kneipe nebenan. Haben sogar auf der Bühne gegähnt. Schade, das!

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Eine Tüte Seife gegen Seifenreste

Gartenfreunde
Freitagnacht ist nicht Samstagmorgen
Jan versucht Kim, seiner Frau aus Vietnam, klar zu machen, dass Freitagnacht und Samstagmorgen in Deutschland synonymistisch gebraucht wird, wie er sagt. Kim glaubt ihm nicht und fragt Felix, der gerade stark von einem all zu durchschüttelten Grashalm gebannt scheint. Hat er mal wieder die Kopfwehtabletten mit den Tranquilizern verwechselt? Und warum sind die Kratzgeräusche aus Moritz Wohnwagen verstummt?

Knoksop
Frank: "Ich bin verliebt."
Manuela: "Dirk, ist der Müll schon weg?"
Frank: "Ich sagte, ich bin verliebt."
Dirk: "Nein, aber Frank geht eh gleich beleidigt raus und nimmt ihn mit!"

Der letzte Gedanke
Ist Selbstverstümmelung a la BMEzine.com (Bodymodification) eine kunstvolle, ultimative Überschreitung des Tabus der eigenen Unverletzlichkeit oder doch nur ein weiteres Körper/Seele-Dualismus-Relikt? Oder vielleicht sogar dessen Aufhebung?

... Link


Mittwoch, 6. Oktober 2004
Drinnen kalt, draußen warm. Innen andersrum!

Zu viel Bier und zu wenig Schlaf.
Dafür Moritz tolle Idee mit der aufgerichteten Autobahn und die Erinnerung an Christophs Buch-Zitat, nachdem die Informationsgesellschaft sich zwingend ob der Bürokratie entwickeln musste, da eine fortgeschrittene Bürokratie aus sich selbst heraus eine Informationsgesellschaft entwickeln müsste, um fortbestehen zu können. Systemtheorie, ick hör dir trappsen!

Sehr toll ist außerdem Southern Belles in London Singing von The Faint. Wirklich!

Und Moritz erriet „Das Ergebnis von 3+3“ nicht im großen Personenratespiel. Dabei stellte er so schöne Fragen wie: „Ist es ein Gedanke oder ein gedankliches Konstrukt?“ – „Hm, das ist philosophisch schwer ergründbar.“ Oder „Wird es durch ein Handeln definiert oder ist es einfach?“ – „Beides, schrecklich beides!“

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Einen Uhrzeiger, der auch langsam verrinnende Zeit anzeigt

Gartenfreunde
Die Dauerwurst
Moritz und Jan streiten über die Vorzüge von Dauer- versus Presswurst, als Kim, Moritz Frau aus Vietnam, einen selbstgebackenen Wurstkuchen auf den Tisch stellt. Felix, Verlegenheits-Vegetarier seit frühen Jahren, beißt nichts ahnend hinein, zur Freude von Jan und Moritz, die Bescheid hätten geben können. Düstere Wolken ziehen am Freundschaftshimmel auf.

Knoksop
Frank: „Warum passt Vanille eigentlich zu allem, außer Fleisch?“
Manuela: „Weil man aus Fleisch keinen Yoghurt macht.“
Dirk: „Preiselbeerjoghurt mit Wild wäre doch gut.“
Manuela: „Yoghurt schreibt man mit Y, Du pseudo-avantgardistischer Neo-Rechtschreib-Faschist!“

Der letzte Gedanke
Wie wäre es, wenn ein bestimmter Mensch einfach immer genau zwei Minuten am perfekten Glück vorbei lebt. Von außen betrachtet: 2 Minuten früher, dann hätte er das richtige Los gezogen, zwei Minuten früher, dann wäre der perfekte Partner an der Bushaltestelle gestanden,… Ein schreckliches Leben, das. Vor allem, wenn dann plötzlich der Wecker einmal vor geht…

... Link


Montag, 4. Oktober 2004
Alles neu - der Knokblog nicht!

Knokblog jetzt bei Antville – aber immer noch alte URL: www.felixknoke.de

12 Stunden Zug später sitze ich wieder mit Blut unterlaufenen Augen in Hamburg vor dem einen Rechner und den vielen Rechnungen.

Die Heizung ist an und der Kaffee jetzt ein Tee, es ist also wirklich soweit.

Und im Hintergrund läuft der wunderbare Frederik Schikowski. Hier ein Sample: Wie wird die Liebe gesteckt?(.mp3)

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Ein Mixtape mit verbrauchten, aber schönen Liebesliedern

Gartenfreunde
Der Tierquäler
Schon seit Tagen findet Cosima, Jans Tocher, tote Vögel und Mäuse schrecklich zerfetzt vor ihrem Wohnmobil. Schnell ist ein Schuldiger gefunden – der Dackel „Wursti“ von Richard ausm Osten. Doch Zweifel kommen auf als Moritz eines Nachts mit blutigen und gefederten Händen auftaucht. Ist das alles nur ein großes Missverständnis oder hütet Moritz ein düsteres Geheimnis?

Der schöne Moment
Die plötzliche Gewissheit in der Bahn, dass mit „die Laute, die Immer-Übersehene und die Unscheinbare“ die drei Mädels in meinem Abteil sehr gut getroffen waren. Langweilige Dreieinigkeit

Knoksop
Dirk: „Manuela, wie schön, Dich so lange nicht mehr gesehen zu haben!“
Manuela: „Das Vergnügen lag ganz auf meiner Seite.“
Dirk: „Zum Glück lag ich nicht auf Deiner Seite.“
Manuela: „180cm unter Null, mein Junge!“

Der letzte Gedanke
Was ist besser? Nicht müssen und nicht können oder Können aber Müssen?

... Link


Online for 7813 days
Last modified: 25.02.20, 06:17
Status
Sie sind nicht angemeldet
Main Menu
Suche
Calendar
Februar 2026
So.Mo.Di.Mi.Do.Fr.Sa.
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
Januar
Kommentare

RSS feed

Made with Antville
Helma Object Publisher