Knokblog
Montag, 22. November 2004
Felix erinnert sich an Gabi und die Aeronauten

Weil es ja auch irgendwie blogisch ist - und ich von Lado deswegen eine CD aus der wunderschönen Lado Classix-Reihe aussuchen darf, die kurze Geschichte von Felix, Gabi und den Aeronauten...

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Ich spekuliere nur, wie die anderen auch. Die Vergangenheit hat lange gedauert!

Freitag: 23:50h – Felix beginnt bei Ex-Kollege Jochen und Nadine zusammen mit Jessica und Stefan zu trinken. Dann ein kurzer Schlaf, Weckung um 10:30h, dann zwei Kaffee, ein Brötchen und das erste Weizenbier. 19 Stunden später falle ich wieder ins Bett und wachte heute Morgen auf. Und dann erinnere ich mich an das:

Jessica und Felix gehen in den Plus nebenan, kaufen Prosecco. Felix macht im Treppenhaus laute Furzgeräusche, indem er seine beiden Handinnenseiten an den Mund presst und reinpustet. Felix albert herum, Jessica lieber nicht. Dann an der Kasse, hinter uns ein unbedeutender Mann, vor uns eine pelzmantelige Dame Anfang, Mitte Sechzig. Felix sagt zu Jessica: Soll ich Dir mal zeigen, was ich mit zwei Händen und einem Mund machen kann – und meint damit natürlich Geräusche. Die ältere Dame dreht sich verschwörerisch um und sagt: "Sie könnten das mir zeigen!" – und meint damit natürlich Sex. Felix reichlich verwirrt, sagt: "Äh… nein!", die Dame spricht noch einige Komplimente, geht dann reizend von dannen und lässt Jessica amüsiert und Felix geschockt zurück.
Aber geil war es ja schon irgendwie. Har har



Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Die Liste der lebensmittelspezifischen Haltbarkeitsdatumstoleranz – mit einem praktischen Beispiel: ist veg. Brotaufstrich 2 Monate nach Ablauf noch gut?

Der unverständige Roman
… nicht abgetan. Nur manchmal fühlte er noch dieses Drücken im Handgelenk. Als ob sein Körper ihm sagen würde: "Mensch, Alter, wenn Du nicht in Stockholm dieses …

Knoksop
Frank: "Manuela, kann ich mal mit Dir eben was besprechen?"
Manuela: "Geht es um Dirk oder mich?"
Frank: "Nein."
Manuela: "Gut, dann ist es also nichts Schlimmes?"
Frank: "Ich hoffe."
Manuela: "Also doch Dirk…!"

Der letzte Gedanke
Schon wieder die Erinnerung ans Personenratespiel. Jetzt aber noch mal aufgeworfen: Ist »Das Ergebnis von zwei plus drei« eine Tatsache, steht sie schon von Anfang an fest oder entwickelt sie sich beim Vorgang des Berechnens oder entsteht sie nie, weil es sie einfach nicht gibt? Ist »Das Ergebnis von zwei plus drei« etwas anderes als »fünf« oder das Gleiche?

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Donnerstag, 18. November 2004
Meta ist auch nur eine theoretische Ebene

Wenn das mal kein Telefonat war. 5 Stunden, immer mehr ins Koma sinkend, Realität verpisst sich, Traum schleicht sich ins Bild. Und schön war es natürlich sowieso!

Und dann ist es schon fast wieder Wochenende und nur noch ein paar Tage zur Düsseldorfreise. Düsseldorf, Stadt ohne alternative Nischen, wie mir damals schien. Alles schick, selbst das, was nicht schick ist.

Und Montag drehten Tocotronic ihr neues Video und Mareike und Felix waren mit dabei, auf Kommando zu tanzen, hüpfen und aggressive zu sein und die Bühne zu stürmen und für Suppe anzustehen und Plastikbecher zu werfen. Vier Stunden lang im Regen. Wenigstens sollte ich gut zu sehen sein…

Und diese schöne Idee. Ein Graffiti läuft auf der Stelle durch die Stadt, oder so.

Ach, Hirn macht nicht mehr weiter, wie die Finger wollen. Gute Nacht.

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Frank Hasenmus, Leiter der Selbsthilfgruppe der Menschen mit nach außen gestülpten Bauchnäbeln

Der unverständige Roman
… war die Sprache nur noch die Ecken, um die sie dachten. Ein Werkzeug, das missbraucht werden konnte für die Lust nach der Auflösung der Welt. Ohne Anschein, dass …

Knoksop
Dirk: "Warum ist die Welt eigentlich so, wie sie ist?"
Frank: "Da gibt es gute Gründe für."
Dirk: "Und die wären?"
Manuela: "Das frage ich mich auch. Jedesmal!"

Der letzte Gedanke
Wäre es nicht eine unglaublich tolle Sprache, die aus zwei Ebenen besteht: dem ganzen Text, komprimiert als Satz aus Akronymen, der wiederum Sinn macht und den "ganzen Text" kommentiert. Zum Beispiel komplett: "Du allerschönste Sache. Im Stillen toll. Einzigartig, irisierend neuartig elegant, Lust über Grenzen erhaben." Oder in der neuen Kurzversion: "Das ist eine Lüge".
Ist natürlich beliebig staffelbar.

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Mittwoch, 17. November 2004
Left is Right!

Ohne Stuhl vor dem Rechner, ein Gespräch über Biologismen, Soziologismen und Wahrscheinlichkeiten hinter mir. Und einfach nur das schöne Gefühl, etwas durchdenken zu müssen, etwas betrachten zu müssen.

Denken ist die Unvernunft der Sinne (Achtung, hoher Unwahrgehalt!)

Und dann, dass die Unvernunft die Unmenschlichkeit ist und dann, dass die Humanität das ist, was zählt und dann, dass es so viel zu erlernen, zu erleben, zu verarbeiten, dass das Leben einfach nur das Leben wert ist.

Und dann einfach, dass es schön ist, zu sein.

Dinge, die ich heute in meinem Bauchnabel fand
Endlich das leuchtende Schwarz, von dem mir die Lieder immer erzählen

Der unverständige Roman
… grundlegend. Aber was sie und er niemals wussten. Nicht, was sie nicht ahnten. Es gab keinen Weg, außer diesem. Und sie wussten nicht, wohin. Aber sie dachte, …

Knoksop
Frank: "Wohin des Wegs?"
Manuela: "Das wüsste ich auch gern…"
Dirk: "Immer geradeaus, dem Glück entgegen."
Manuela: "Vielleicht weiß ich es doch schon längst."

Der letzte Gedanke
Wo fangen wir an Individuen zu sein, und wo hören wir auf Individuen zu sein. Oder: gibt es die Frage nach dem Sein vor der Antwort vom Ende?

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Dienstag, 16. November 2004
Schnarch

Frisch zurück vom Tocotronic-Videodreh. Und jetzt geht es einfach nicht mehr. Ich wackele ja schon auf dem Stuhl vor Müdigkeit.

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Montag, 15. November 2004
Signs-Fiction

Diese Konversation mit Brasilien hatte es in sich:

"ahhh jajaja is rsrsrs"

Was so viel bedeutet wie "Aha, hahaha bedeutet hahaha". Jetzt muss man mir nur noch erklären, warum rsrsrs für Lachen im Portugiesischen steht…

Ansonsten war die Fuckshop-Veranstaltung im Hotel-Luxor-Puff sehr toll, auf der Mike auflegte und für die er wünschte, dass ich mich mit Jan und Moritz wieder, wie auf der Uniparty geschehen, ausziehe.

Manchmal beginne ich, nachzudenken…

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Das Prinzip der Unbefehls-Verweigerung der Left-Selbstmordarmee, die erst dann aktiv wird, wenn man ihr gerade keinen Befehl gegeben hat, um die Left-Herrscher von der Schuld der Haltung einer Selbstmordarmee freizuhalten.

Der unverständige Roman
… nun mal nicht mehr. Dafür stellte er seine Frage aber auch nicht mehr. Sie antwortete trotzdem, der alten Gewohnheit folgend, mit einem Kopfnicken. Der Abend schien …

Knoksop
Manuela: "Dirk, würdest Du lieber ertrinken oder ersticken?"
Dirk: "Ich hab doch noch gar nicht Geburtstag, meine liebe Manuela."
Manuela: "Noch nicht, aber irgendwann müssen wir alle sterben, Dirk."
Dirk: "Prost."
Manuela: "Prost."

Der letzte Gedanke
Ist die Kraft der Symbole irgendwie auf das Symbol zurückführbar, ist eine bestimmte Symbolform einfach nur Vorraussetzung oder kann jede Symbolform DAS Symbol sein? Eine alte Frage – damals unter dem Titel Signs-Fiction gedacht…

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Samstag, 13. November 2004

Einfach nur, weil so viele danach suchen. Herzfreund Philipp gibt Antwort auf die Frage: Penicillin und Alkohol, wie geht das:

was deine medikation angeht habe ich mich im uebrigen nochmal mit der antibiotikapharmazeutin (so was haben die hier) in verbindung gesetzt und die meinte, dass es in vivo an sich nicht zu einer Zersetzung von beta-lactamantibiotika unter Ethanoleinfluss kommt (im labor hat das geklappt) aber das alkoholeinnahme die resorption behindert. ist also letztendlich das gleiche - zuviel saufen (ein wenig geht schon) heisst zuwenig droge - paradox aber wahr.
das einzige antibiotikum das man keinesfalls mit alkohol paaren sollte ist metronidazol da das wie disulfiram wirkt. und da du sicherlich keinen plan hast, was disulfiram ist, hier die erklaerung. das kann man alkis geben um sie ein wenig beim entzug zu unterstuetzen. wenn man dann naemlich der flasche froent, kuss man bald nach den ersten schluecken kotzen, hat kopfweh wie ein mann und noch so allerlei uebles - was man sich eben unter uebel vorstellen kann (abgesehen von phantomerektionen). und wenn man wissen will, warum das hier kaum gemacht wird, dann muss man den blick ins land der ungeahnten moeglichkeiten schweifen lassen - russland. da bezahlen arbeitgeber ihren entzugswilligen mannen ein implantat selbigen stoffes. vorteil - kann nicht abgesetzt werden. nachteil - wenn man sich unter allem moeglichen schlimmen auch einen qualvollen tod vorstellt, dann ist das durchaus drin...

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Freitag, 12. November 2004
Herz Heil und träume klar!

Es ist die Entsexualisierung durch die Tabuisierung der alten Klischees und das Aufwärmen unerkannter Sexualismen, die innerthalb weniger Jahre verfallen und als billig gelten. Es ist der Lipgloss, der so sexuell und dabei so unschuldig ist, der in zwei Jahren billig wirkt – und es schon heute ist. Es sind die alten Sexualismen, die weichen und durch neue, künstliche ersetzt werden, die wir uns aneignen und denen wir zu folgen haben. Es ist die Entsexualisierung zugunsten einer Neosexualisierung.

Wieder eines der guten, ernsthaften Gespräche mit Moritz. Und zwischendurch das neue Logo zum Stichwort:

Herzermächtigungsgesetz!




Und sowieso: Herz...

Dinge, die ich heute Morgen im meinem Bauchnabel fand
Das neue Logo, das Logo, das den Smiley, die Solarsonne, die Blume ersetzt. Das Logo der neuen Generation

Der unverständige Roman
… zu lieben, ist wie Rosen zu pflücken und sie seiner Mutter zu schenken in der Hoffnung, dass sie der Vater sieht …

Knoksop
Frank: "Brot für die Welt!"
Dirk: "Vodka für alle!"
Manuela: "Nur ein wenig Frieden. Nur ein wenig Frieden…"

Der letzte Gedanke
Bier alleine zu trinken ist ja schon traurig. Aber was bedeutet es, Sekt alleine zu trinken, die viel bessere Referenz auf Gemeinschaftlichkeit? Sekt alleine, da schwingt ewige Einsamkeit mit, wo bei Bier doch nur die schöne Vergangenheit wirkt…

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Donnerstag, 11. November 2004
Um endlich mal einen Punkt hinter dem Komma zu machen

Das Schlimme an Spam-Mails ist ja, dass man immerzu denkt, jemand nettes hätte gerade geschrieben.
Verfluchter Herbstfrühling!

Dafür vertrage ich nun problemlos 1 1/2 der mörderischen Töterchilis aus dem Asialaden, die der Verkäuferin, wie ich bereits schrieb, so viel Furcht einflößten, dass sie mich beschwor, "säh säh vosichtig" zu sein – und damit wirklich Recht hat. Böse Dinger! Und das sage ich, dem die getrockneten roten in beliebiger Menge nichts mehr ausmachen und der die frischen, grünen vom Türken früher nur in Bruchstücken vertrug und jetzt noch nicht mal mehr die Schärfe spürt.

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Ein Ermunterungsschreiben meiner Bank, doch Selbstmord zu begehen

Der unverständige Roman
… wenn das Licht morgens. Dann war's Abend …

Knoksop
Manuela: "Probleme! Ich liebe solche Tage."
Dirk: "Das war doch ein Bruce Willis Zitat?!"
Manuela: "Und wenn schon."
Dirk: "Manuela, mögen Dich eigentlich deine Eltern?"
Manuela: "Wie einen Sohn!"

Der letzte Gedanke
Eigentlich müsste es ja auf der Welt – gegeben ein fixer Moment - mehr Dinge geben, die einem nicht Spaß machen, als Dinge, die einem Spaß machen. In der Unendlichkeit ist das aber egal. Und machen mir solche Gedanken Spaß? Womit ich schon wieder bei Moritz Mengenlehre wäre, die mich nicht los lässt. Und er sagte ja noch: "Das war's dann wohl mit der mathematischen Unschuldigkeit!

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Mittwoch, 10. November 2004
Nachstunde hat Tee und Vodka im und so weiter

Au Weia, diese Artikelhackerei spät in der Nacht ist ja auch so ein Ding für sich. Tee und Kaffee, Musik und Augenringe. Dazu die Erinnerung an die schöne Zeit der letzten Tage.

Es gibt einfach nichts Geileres in diesem Leben als andere Menschen. Selbst ist man ja auch nur die Differenz zwischen sich selbst und den anderen.

Sollte ja mal weiter ausgeführt werden, der Gedanke, aber die Konzentration ist weg, dafür die Musik an und dann erinnere ich mich ja noch an die Geschichte der reizenden Nora, die in der Gothic-Disco K 17 arbeitet und von dem Bus voller hiphoppiger und trendstyliger Jugendlicher erzählte, die sich eben dorthin karren ließen, weil man ihnen erzählte, dort würde "Black Music" gespielt.

So schön kann Schadenfreude sein.

Dinge, die ich heute Morgen in meinem Bauchnabel fand
Den alten Zettel mit dem Vornamen und der Nummer des Hotelzimmers

Der unverständige Roman
… wird niemals der Wirklichkeit gerecht, solange es Menschen wie Dich gibt. Doch was soll ich schreiben, wenn ich handeln kann, und was soll ich denken, wenn ich träumen kann? ...

Knoksop
Frank: "Ich habe gehört, dass es noch kein Heilmittel gegen Krebs gibt."
Dirk: "Die Medizin ist doch auch nur eine Metapher auf die Ausweglosigkeit der Menschheit."
Frank: "Dirk?"
Manuela: "Ich glaube, Dirk ist auch nur eine Metapher. Auf meine Abscheu ihm gegenüber!"

Der letzte Gedanke
Dieser blöde Satz geht mir nicht mehr aus dem Kopf – frei rezitiert: "Ein Mensch, der nicht glücklich ist an dem Platz, an dem er gerade ist, ist nicht glücklich." Trivial, falsch oder gut?

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