Knokblog
Donnerstag, 10. Februar 2005
Wien Ziehn

Die Google-Suche von Nach Wien Ziehen verrät auf so vielen Ebenen etwas über das Thema. Man beachte allein die Überschriften "Wir ziehn das in die Länge", "Astrologie", dann taucht noch ganz oben eine "Gerlinde auf", "Wenn Wildtiere in die Städte ziehen", "Wien - Probleme nach dem Kauf", ...

Gestern hörte U. ein Gespräch mit, wo sich ein Hamburger, der seiner Geliebten nach Wien hinterherzog, darüber beschwert, dass er nicht nur wegen ihr dorthin ziehen hätte sollen. Wenige Stunden später stellt sich aber raus, dass der Hamburger ein Bayer ist und Wiener im Gegensatz zu Hamburgern hilfsbereit findet und auch sonst kommt alles durcheinander.

Äh, was wollte ich jetzt eigentlich mit diesem Eintrag aussagen? Und wollen Blogs überhaupt was aussagen? Und könnte das den (vermeintlichen?) Unterschied Blog/Journalismus ausmachen? Und muss da überhaupt ein Unterschied gezogen werden. Und auf was hab ich überhaupt Hunger?

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Mittwoch, 9. Februar 2005

Noch ist der ganze Officekram nicht re-installiert, noch kämpfe ich mit den Folgen einer leichtfertigen Laufwerksreihenfolgenveränderung (da geht ja plötzlich gar nix mehr!) und zu dann diese verfluchte Taskleiste, die einfach nicht verschwinden will und mir große Teile meines Bildschirms verdeckt.

Dafür habe ich eine neue Lieblingsseite. Fingers-Welt.de. Da geht mir das Bastlerherz auf. Früher, ja ganz früher, da war ich ja auch im Landkreis und drüber hinaus für meine Basteleien berühmt. Noch Jahre später erzählte man sich Geschichten von meinen Knallteufeln der Verdammnis (groß wie eine Kirsche, Rauch-Qualitäten eines Nebelwerfers und stinkend wie ne Horde Iltisgeier!), meinem selbstbrennenden Stinkpulver (ein Haufen in Bierdeckelgröße legt ein Areal von der Größe eines Parkplatzes plus Jugendclub eines Großdorfes am Bodensee lahm) und den dreistufigen Silvesterraketen mit Bombenlast.

Ein Jahr zuvor hat mir mein Vater sein Chemie-"Schulbuch" geschenkt. Dunkle, verschmorte Flecken erklärte er mit "Färbeversuchen". Die Lesezeichen bei Schießpulver, Knallquecksilber und Nitrozellulose mit Zufall. Alles flog aber auf, als mir Geschichten von ihm zugetragen wurden, die sowohl stolz machen, als auch erheblich ermunternd wirkten:

1. Einmal startete er eine selbstgebaute Rakete im Wohnzimmer -> brennende Gardinen
2. Die frisch geweiselte Küche fiel einem Brand- und Rauchanschlag zum Opfer
3. Die selbstgebaute Patronen-Bombe schoss einen Metallsplitter tief in seine Hand. Die Narbe ist heute noch da.

Es sind nicht die Gene. Es ist die Vision von Ruhm und Boom!

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Edit:
Ich kann nicht mehr:
Wo allerdings "Elvis - die Wurst" geblieben ist, kann ich im Moment nicht genau sagen. Sie scheint den Kofferraum selbsttätig verlassen zu haben.
Und das ist alles so schlimm.
Oh, oh, oh mein Gott.

Zuerst sank nach 3 Monaten das Gemüse nach unten, dann nach weiteren 4 Wochen stieg das Ei nach oben. Noch einmal 4 Wochen später kehrte sich der Vorgang um. Dann passierte weitere 3 Monate nichts mehr, bis der Blumendraht, womit es befestigt war, durchrostete.
Es ging um am Autokühler befestigte Sülze.

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